„Reichtum ohne Gier“ – geht das ?

Über das Buch von Sahra Wagenknecht „Reichtum ohne Gier – Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“

Seminar am Sonnabend, dem 29. Oktober 2016, von 11 bis 16.00 Uhr.

Sahra Wagenknecht ist die profilierteste Politikerin der Partei Die Linke. Ihre Positionen erzeugen Aufmerksamkeit nicht nur in ihrer eigenen Partei, sondern in der gesamten politischen Klasse und in den Medien. Nicht selten sind ihre Aussagen hoch umstritten.

Wagenknecht nimmt aber nicht nur Stellung zu aktuellen Themen. Sie will auch die strategische Debatte der gesamten Linken beeinflussen. Dem diente bereits das 2011 erschienene Buch „Freiheit statt Kapitalismus“, in dem sie sich u. a. positiv auf die Theorie der sozialen Marktwirtschaft bezog, was für viele Linke bereits eine Provokation darstellte. Im Frühjahr 2016 legte sie mit „Reichtum ohne Gier – wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“ eine weitere programmatische Schrift vor.

Das neue Buch findet eine große Verbreitung, über längere Zeit stand es auf der Bestsellerliste des Spiegels. Zumindest die hier vorgestellte Analyse wird von bürgerlichen Kommentatoren anerkennend gewürdigt. Im linken politischen Spektrum wird hingegen das Werk weitgehend negativ bewertet. Vorgeworfen wird dort Wagenknecht „Autismus“, „linker Nationalismus“ sowie die Verbreitung „illusionärer ordoliberaler Romantik“.

Im Seminar des MEZ sollen in einer Podiumsdiskussion drei Kritiker des Buches zu Wort kommen. Dabei soll es auch um die Frage gehen, ob das Buch Ansatzpunkte für die Entwicklung gemeinsamer strategischer Positionen der Linken bietet.  

Teilnehmer der Diskussion sind:

Stephan Krüger, Unternehmensberater für Belegschaften und ihre Repräsentanten
Freiheit statt Feudalismus?

Jörg Roesler, Wirtschaftshistoriker
Jenseits des Kapitalismus

Klaus Wagener, Redakteur der Marxistischen Blätter
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Andreas Wehr, Jurist und Autor
Kann man „Eigentum neu denken“?

Dazu laden wir herzlich ein ins MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg, nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109

Kostenbeitrag: 5 €

Um Anmeldung unter info@mez-berlin.de wird gebeten.

Wir verweisen auf die Rezensionen der drei Referenten des Buches von Sahra Wagenknecht:

Stephan Krüger und Christoph Lieber,Freiheit statt Feudalismus? Gegen Sahra Wagenknechts Autismus in der linken Strategiedebatte, Zeitschrift „Sozialismus“, Heft 6-2016

Jörg Roesler, Jenseits des Kapitalismus, Zeitschrift Marxistische Erneuerung Z., Nr. 107, September 2016

Klaus Wagener, Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, Zeitschrift „Marxistische Blätter“ 3_16

Andreas Wehr, Kann man „Eigentum neu denken“? Zeitung „Junge Welt“ vom 15. März 2016