Die Lehre vom Klassenkampf

Linke diskutieren über Klassenkampf auf Grundlage von Domenico Losurdos Buch: Der Klassenkampf- oder die Wiederkehr des Verdrängten?

Seminar am Sonnabend, 11. November 2017,  11 - 16 Uhr

Der Begriff „Klassenkampf“ wird heute vielfach allein auf Kämpfe in der Arbeitswelt reduziert. Würde man unter Linken eine Umfrage durchführen, was sie unter ihm verstehen, so würde man wahrscheinlich hören, dass er sich allein in Streiks, Aussperrungen, Gewerkschaftsdemonstrationen und Betriebsbesetzungen zeigt, nicht aber im gleichzeitigen Kampf gegen die nach Losurdo "drei großen Diskriminierungen" aufgrund sozialer Stellung, Rasse und Geschlechtszugehörigkeit. Auch das Ringen um nationale Befreiung wird nicht im Kontext von Klassenkampf gesehen.

Mit seinem Buch verfolgt Domenico Losurdo das Ziel, den Terminus "Klassenkampf" wieder in das Zentrum sozialistischer Strategie zu rücken, ihn dorthin "zurückkehren" zu lassen. Zur Rekonstruktion des Klassenkampfbegriffs verweist er dabei auf die ganze Breite der marxistischen Theorie, die neben den klassischen ökonomischen Texten auch die vielfältigen politischen Interventionen von Marx und Engels umfasst.

Programm des Seminars:

Michaela Sohn, Tierärztin und Lehrerin
Über den Lesekreis zum Buch

Pablo Graubner, Diplom-Informatiker
Losurdos Kritik der 'binären Lesart' des Klassenkonflikts

Andreas Wehr, Jurist und Autor
Nationale Befreiung und Abschaffung der Sklaverei als Bestandteile des Klassenkampfs

Dazu laden wir ein ins
MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg,
nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109

Kostenbeitrag: 5 €

Um Anmeldung unter info@mez-berlin.de oder: 030-5587 2315 wird gebeten.

Das Buch von Domenico Losurdo Der Klassenkampf- oder die Wiederkehr des Verdrängten? kann im MEZ erworben werden.