Land Grabbing: China als neuer Kolonialherr in Afrika?

Referentin: Marianna Schauzu, Molekularbiologin

China wird für Afrika immer wichtiger. Das Reich der Mitte entwickelt in zahlreichen Ländern des Kontinents die Infrastruktur, es baut Eisenbahnen, Straßen, Brücken und ganze Städte. Im Austausch dafür bezieht es von dort die verschiedensten Rohstoffe. Afrika soll auch in das von Peking entwickelte Projekt einer neuen Seidenstraße einbezogen werden.

China wird damit mehr und mehr zu einem ernsthaften Konkurrenten der alten westlichen Kolonialstaaten, die um ihre traditionelle Einflusszonen fürchten. Peking profitiert in Afrika von seiner Stellung als ein Land, das sich vom westlichen Einfluss befreien konnte. Viele afrikanische Länder sehen daher in ihm ihr Vorbild.

Das wachsende chinesische Engagement wird aber auch kritisch gesehen. So wird der Vorwurf erhoben, chinesische Unternehmen kauften mehr und mehr landwirtschaftlich nutzbares Land in Afrika auf, sie betrieben "land grabbing". Auf den erworbenen Flächen würden anschließend Produkte für den chinesischen Markt angebaut.

Wie ist das chinesische Engagement in Afrika zu bewerten? Und was ist dran am Vorwurf des "land grabbing"?

Wir laden ein zur Diskussion darüber

am Freitag, dem 3. November 2017, 19.00 Uhr,
im MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg,
nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 2 €