Nach den Bundestagswahlen - wie weiter mit der Linkspartei ?

Eine Veranstaltung im Marx-Engels-Zentrum am Freitag, 29. September 2017
in Kooperation mit der Basisorganisation Roter Wedding der Partei Die Linke

Mit Friederike Benda, Wahlkreiskandidatin der Partei Die Linke in Charlottenburg-Wilmersdorf, über Ihre Erfahrungen aus dem Wahlkampf in Berlin und mit Franziska Lindner und Jochem Visser, Die Linke Berlin, zur Bewertung des Wahlergebnisses.

In einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. September 2017 über die Chancen der Linkspartei hieß es: "Umfragen sahen die Partei in den alten Bundesländern bei zuletzt 5,5 bis sieben Prozent. (...) Doch der Westen ist erstaunlicherweise nicht die Problemregion der Linkspartei. Sie steht dort auf bescheidenem, aber solidem Niveau. Das neue Risikogebiet ist vielmehr der Osten Deutschlands, ehemals die Hochburg der Partei. Vor acht Jahren holte die Partei in den fünf ostdeutschen Ländern noch dreißig Prozent, vor vier Jahren waren es 23 Prozent. Jetzt zweifeln die Wahlkampfstrategen der Partei daran, dass es noch einmal für 20 Prozent reichen wird."

Immerhin konnte die LINKE bei den Wahlen ein besseres Ergebnis erzielen als die Grünen, hat aber ihre Stellung als stärkste Oppositionspartei im Bundestag verloren. Erfolgreich war die LINKE auch in vier Ostbezirken Berlins, wo sich ihre Direktkandiaten durchsetzen konnten.  

In allen ostdeutschen Bundesländern aber liegen die Wahlergebnisse für die LINKEN unter 20 Prozent. Die AFD hingegen ist in Sachsen mit 27 Prozent zur stärksten, in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur zweitstärksten Kraft geworden.

Der Grund dafür dürfte in der Entfremdung der Linken von ihren Wählern liegen. Nicht wenige von ihnen haben sich der AfD zugewandt. Was heißt das für die Ausrichtung der Linkspartei? Muss sie sich wieder stärker an den Interessen der sozial Entrechteten und Arbeiter orientieren? 

Darüber und über andere Fragen diskutieren wir am

Freitag, dem 29. September, 19 Uhr, im MEZ, Berlin- Charlottenburg, Spielhagenstr. 13
nahe U-Bhf Bismarckstraße und Bus 109

Kostenbeitrag: 2 Euro