Referenten: Michael Karnetzki, Christa Luft, Joachim Oellerich

Boden darf keine Ware sein

Seminar , 11:00–16:00 Uhr

Die Forderung nach der Sozialisierung von Grund und Boden gehörte lange Zeit zu den wichtigsten Zielen der Arbeiterbewegung. Die jüngste Mietenexplosion in deutschen Großstädten hat nun die soziale Frage nach der Bodenordnung auf die politische Tagesordnung zurückgebracht.

In Berlin fordert eine von mehr als 77.000 Bürgern unterstützte Initiative, die private Wohnungsbaugesellschaft „Deutsche Wohnen“ zu enteignen. In dem vom Berliner Senat angeordneten „Mietendeckel“ sehen wiederum viele Immobilieneigentümer eine kalte Enteignung.

Die Frage nach der Bodenordnung stellt sich neu. Mehr und mehr verbreitet sich die Einsicht: Der Boden ist Lebens- und Arbeitsgrundlage aller Menschen und gehört dem Wesen nach in Gemeineigentum.

In dem Seminar wollen wir uns zunächst mit der Frage beschäftigen, wie eine Politik gestaltet werden kann, die das private Eigentum an Grund und Boden schrittweise zurückdrängt. Anschließend soll gefragt werden, welche Möglichkeiten das Grundgesetz für Sozialisierungen bietet. Schließlich geht es um die konkrete Mieten- und Bodenpolitik in Berlin.

 

Programm:

Für eine soziale Bodenordnung – Wie der Grundbesitz schrittweise dem Markt entzogen werden kann
Referentin: Christa Luft, Ökonomin, Ministerin in der Regierung Modrow 1989/90

Sozialisierung in der bundesdeutschen Geschichte
Referent: Michael Karnetzki, Historiker, Bezirksstadtrat in Berlin Steglitz-Zehlendorf

Zur Mieten- und Wohnungspolitik in Berlin
Referent: Joachim Ollerich, Berliner Mietergemeinschaft

Dazu laden wir ein ins
MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg,
nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109

Kostenbeitrag: 5 €

Um Anmeldung unter: info@mez-berlin.de
oder: 030-5587 2315 (Anrufbeantworter) wird gebeten.

 

Michael Karnetzki

Historiker

Christa Luft

Ökonomin

Joachim Oellerich

Berliner Mietergemeinschaft

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