Podcasts der MEZ-Seminare zu Domenico Losordo - Über den Zusammenhang seines Denkens

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Podcast des ersten MEZ-Seminars am 14 November 2025 zur Einführung in das Denken von Domenico Losurdo.

Andreas Wehr führt ein in das Denken des marxistischen Historikers Domenico Losurdo. Die Aufnahme ist entstanden bei einem Seminar des Marx-Engels-Zentrums in Berlin, vom 14. November. Im Vortrag geht es um das Verhältnis von Liberalismus und Kolonialismus, die historisch untrennbar miteinander verwachsen sind. Es geht um ein als „Herrenvolkdemocracy“ bezeichnetes Herrschafts- und Gesellschaftssystem, das jenen in Rassismus getränkten Vorherrschaftsanspruch des Westens materialisiert. Zuletzt geht es um die Debatte eines deutschen Sonderwegs, der auch innerhalb von linken und kommunistischen Kreisen Verbreitung fand und von Losurdo zurückgewiesen wurde.

 

Podcast des zweiten MEZ-Seminars am 12. Dezember 2025 zur Einführung in das Denken von Domenico Losurdo.

Teil zwei der Einführung von Andreas Wehr in das Denken des marxistischen Historikers Domenico Losurdo. Die Aufnahme ist entstanden bei einem Seminar des Marx-Engels-Zentrums in Berlin vom 12. Dezember. Auch im zweiten Teil geht es zunächst um den Zusammenhang aus Liberalismus und Kolonialismus, wobei insbesondere die Kontinuität zwischen Lohnarbeit und Sklaverei und die Beziehung zwischen der Barbarei der kapitalistischen Metropolen und der Gewalt der Kolonialregime ins Auge gefasst werden. Außerdem wird der „Pathos des Individualismus“ als ideologischer Wesenskern der liberalen Gesellschaft untersucht, wobei insbesondere dem Gedanken von Marx und Engels nach dem „die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ nachgespürt wird. Abschließend geht Andreas Wehr auf die Auseinandersetzung Losurdos mit Hegel ein. Losurdo hat sich der – auch in linken und marxistischen Kreisen – weit verbreiteten Ansicht entgegenstellt, die in Hegel einen konservativen preußischen Staatsphilosophen erkennt. Dementgegen hebt Losurdo die Zugewandtheit Hegels zum gesellschaftlichen Fortschritt und zur Wirklichkeit hervor.

 

Podcast des dritten MEZ-Seminars am 20. Februar 2026 zur Einführung in das Denken von Domenico Losurdo.

Im dritten Teil über das Werk des italienischen Historikers Domenico Losurdo führt uns Andreas Wehr durch Losurdos Sicht auf Fort- und Rückschritte demokratischer Rechte in der bürgerlichen Gesellschaft. Welche Rolle spielte die Arbeiterbewegung dabei und wie haben die Herrschenden stets versucht, demokratische Rechte einzuschränken? Dabei beschäftige sich Losurdo auch mit der von Marx und Engels als Bonapartismus bezeichneten Herrschaft von Louis Bonaparte von 1851-1870 in Frankreich. Losurdo erkannte Parallelen dieser Herrschaftsvariante zur Frühgeschichte der USA.

In der kontroversen Diskussion geht es insbesondere um die bereits in den 1920er Jahren geführte Debatte um das Verhältnis von Bonapartismus und Faschismus und die Frage, wie der unterschiedliche Grat von Demokratie in kapitalistischen Staaten begrifflich fassbar wird.


Podcast des vierten MEZ-Seminars am 10. April 2026 zur Einführung in das Denken von Domenico Losurdo.

Im vierten Teil seiner Reihe zum Werk Domenico Losurdos widmet sich Andreas Wehr Losurdos Sicht auf die Revolutionen in Russland und China und die Entwicklung dieser sozialistischen Gesellschaften. Welche Bilanz zieht Losurdo unter dem realen Sozialismus? Welche Rolle spielten Staat, Partei und Bürokratie bei der Analyse des Niedergangs dieser Projekte? Wehr führt in die verschiedenen inneren und äußeren Faktoren ein, die Losurdo zur Analyse der Konterrevolution 1990 und der Bewertung des Realsozialismus anbringt. Der Vortrag liefert einen Einstieg in die streitbaren Werke des italienischen Philosophen, die sich mit dem beschäftigen, was wir häufig als Niederlagenanalyse bezeichnen.

Podcast des fünften MEZ-Seminars am 24. April 2026 zur Einführung in das Denken von Domenico Losurdo.

Im letzten Teil der Reihe von Andreas Wehr über den italienischen Historiker Domenico Losurdo geht es um die Frage der Nation, wobei Losurdo Marx und Engels ein schwankendes Verhältnis und dem westlichen Marxismus nationalen Nihilismus attestiert.

Weiter geht es um die Frage des Verhältnisses des Sozialismus zur negativen Freiheit und einer über den Kapitalismus hinausreichenden Bedeutung bürgerlicher Freiheiten. Zuletzt geht es um die von Gramsci bereits identifizierten zwei Revolutionstheorien bei Marx. Diejenige, in der eine bürgerliche Revolution unter Führung von Sozialisten über sich selbst hinauswächst, habe sich historisch letztlich als erfolgreich erwiesen.

 

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