Referent: Volker Kühlow

Der Imperialismus ist wieder da – Lenin auch!

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Im Februar 1916 schrieb der russische Emigrant W.I. Lenin im Exil in Zürich das als „gemeinverständlicher Abriss“ bezeichnete Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Das mit Rücksicht auf die zaristische Zensur verfasste Buch konnte erst 1917, nach der Februarrevolution, in Russland erscheinen.

Der Begriff Imperialismus wird zur Kennzeichnung des außenpolitischen Handelns kapitalistischer Staaten heute wieder häufiger verwendet, sei es bei der Kritik des kriegerischen Vorgehens der USA gegenüber arabischen Ländern, oder mit Blick auf die ökonomische Erpressung von Ländern der EU durch Deutschland. Bei der Analyse dieser Prozesse zeigt die Leninsche Imperialismusanalyse auch hundert Jahre nach ihrem Erscheinen eine erstaunliche Aktualität.

Es ist daher Zeit, sich dieses Werks wieder zu erinnern. Ein aktueller Anlass dafür ist die von Wladislaw Hedeler und Volker Külow kommentierte und herausgegebene Kritische Neuausgabe mit Essays von Dietmar Dath und Christoph Türcke, erschienen im Verlag 8. Mai, Berlin 2016.

Über diese Neuausgabe und über die Bedeutung der Leninschen Schrift wollen wir am Dienstag, dem 18. Oktober 2016, um 19:00 Uhr, mit Wladislaw Hedeler diskutieren.

Dazu laden wir herzlich ein ins MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg, nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 2 €

Volker Kühlow

Historiker

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