Referent: Andreas Wehr

Die drei großen Diskriminierungen überwinden. Zur zweiten Auflage des Buches von Domenico Losurdo "Das 20. Jahrhundert begreifen".

Abendveranstaltung , 18:00–21:00 Uhr

Der Titel des Buches erinnert an das berühmte Werk von Eric Hobsbawm „Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ sowie an Luciano Canforas „Eine kurze Geschichte der Demokratie“. Im Unterschied zu diesen beiden Büchern ist das von Losurdo aber mit nur knapp 90 Seiten kurz. Es bietet dennoch eine vollständige und in sich geschlossene Sicht auf das 20. Jahrhundert im Sinne des schönen deutschen Worts: Weltanschauung.

Das Buch erschien bereits 1998 in Italien unter dem Titel „Il peccato originale del Novecento – Die Erbsünde des 20. Jahrhunderts“. Und man kann es als Kurzfassung wichtiger Gedankengänge Losurdos lesen. Detaillierter ausgeführt wurden diese Gedanken dann in Losurdos Büchern „Kampf um die Geschichte“, „Der Marxismus des Antonio Gramsci“, „Flucht aus der Geschichte?“, „Stalin: Geschichte und Kritik einer schwarzen Legende“, „Der westliche Marxismus“ sowie in „Der Kommunismus. Geschichte, Erbe und Zukunft“. Im Unterschied zu diesen oft umfangreichen Werken eignet sich der schmale Band „Das 20. Jahrhundert begreifen“ ideal als Einstieg in die Schriften des marxistischen Philosophen. Lange Zeit war er vergriffen. Es ist ein Verdienst des PapyRossa Verlags ihn nun in zweiter, unveränderter Auflage erneut herausgebracht zu haben.

Andreas Wehr wird das Buch vorstellen.

Zeit: Freitag, dem 17. Juli 2026, 18 Uhr.

Ort: MEZ Berlin, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg, nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Das Buch " Das 20. Jahrhundert begreifen" kann bei der Verastaltung erworben werden.

Andreas Wehr

Jurist und Autor. Zusammen mit Marianna Schauzu Mitbegründer des Marx-Engels-Zentrums Berlin

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