Referent: Johannes Gall

Eislers Chormusik

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Die A-cappella-Chöre und -Lieder des Komponisten Hanns Eisler waren von Anfang an als kollektives Gegenstück zu expressionistischer vokalmusikalischer Innerlichkeit konzipiert. Eislers erste kompositorische Erkundungen auf dem Gebiet der Chormusik – die Drei Männerchöre op. 10 (nach Texten von Heinrich Heine) – datieren auf Anfang 1925 und können als ein Teil einer allmählichen Neuausrichtung angesehen werden, die ein Jahr später auch zum Bruch mit dem Lehrer Arnold Schönberg führte. Auf der Suche nach einer gesellschaftlich und politisch nützlichen Musik widmete Eisler in der Folgezeit einen Großteil seiner Arbeit der Komposition von Chormusik.

Das Referat unternimmt einen kleinen Streifzug durch die in der Weimarer Republik geschriebenen A-cappella-Chöre und -Lieder Eislers und beleuchtet die kompositorische Entwicklung von den Drei Männerchören op. 10 über Auf den Straßen zu singen op. 15 bis zu den Zwei Stücken für gemischten Chor op. 21 sowie von Wir sind das rote Sprachrohr über Komintern bis Zu Lenins Todestag.

Dazu laden wir herzlich ein ins MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg, nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Spenden willkommen

Johannes Gall

Musikwissenschaftler und Chorleiter

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