Referenten: Helmut Dunkhase, Stephan Müller, Manfred Sohn

Geht dem Kapitalismus die wertbildende Arbeit aus?

Seminar , 11:00–16:00 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Marx-Engels-Stiftung

Im Jahr 2012 erschien das von der Gruppe „Krisis“ herausgegebene Buch “Die große Entwertung“. Die Autoren Ernst Lohoff und Norbert Trenkle versuchen darin eine Erklärung für die gegenwärtige tiefe Krise des Kapitalismus zu geben. Ihre zentrale These ist, dass durch die Entwicklung der Produktivkraft in den letzten Jahrzehnten, vor allem mit der umfassenden Entwicklung der Mikroelektronik, Rationalisierungseffekte eingetreten sind, die durch Erweiterungsinvestitionen nicht mehr ausgeglichen werden können. Die Masse des Mehrwerts gehe aus diesem Grund gegen Null. Der Kapitalismus komme an sein Ende, da ihm die wertbildende Arbeit ausgeht. Wir hätten es daher mit einem defensiven, sterbenden Kapitalismus zu tun.

Über diese Thesen entwickelte sich in der Zeitschrift Theorie & Praxis eine kontroverse Diskussion. Nachzulesen in den Ausgaben 36 (Juni 2014) und 37 (September 2014) sowie auf der Website von T&P https://theoriepraxis.wordpress.com/

Für eine sozialistische Strategie ist die Antwort auf die aufgeworfenen Fragen von zentraler Bedeutung, denn ein expansiver, imperialistischer Kapitalismus muss natürlich anders bekämpft werden als ein im Niedergang befindlicher.

Darüber diskutieren wir mit unseren Referenten:

Manfred Sohn: Am Epochenbruch – zum Charakter der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus
Stephan Müller: Geht dem Kapital wirklich die Arbeit aus?
Helmut Dunkhase: Über die Bedeutung des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate

am Samstag, dem 17. Oktober 2015 von 11.00 bis 17.00 Uhr, im MEZ, Spielhagenstraße 13, Berlin-Charlottenburg (U-Bhf. Bismarckstraße).

Kostenbeitrag: 5 €

Anmeldung erbeten unter: info@mez-berlin.de

Helmut Dunkhase

Mathematiker

Stephan Müller

Ökonom

Manfred Sohn

Sozialwissenschaftler

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