Referent: Stephan Krüger

Geopolitik in Zeiten des Epochenbruchs

Abendveranstaltung , 18:00–21:00 Uhr

Der politische Mainstream bis weit in die politische Linke hat sich die seinerzeit von Bundeskanzler Olaf Scholz proklamierte "Zeitenwende" anlässlich des Einmarsches der Russischen Föderation in die Ukraine im Februar 2022 als Deutung der jüngeren Geschichte und ihrer Zukunftsperspektiven zu eigen gemacht. Dies kann von einer marxistischen Position nicht geteilt werden.

Stephan Krüger setzt dagegen eine materialistische Begründung von Geopolitik nach dem Zusammenbruch des "Realsozialismus" 1989-91: Es geht um einen durch die kapitalistischen Produktionsverhältnisse verhinderten Übergang zu einer neuen gesellschaftlichen Betriebsweise der Digitalisierung und Dekarbonisierung von Produktion und Konsumtion. Diese Blockade verursacht Wirtschafts- und Finanzkrisen, die Zunahme von Protektionismus im internationalen Handel, Unterminierung der aufgebauten Verschuldungspositionen, De-Dollarisierungstendenzen des Weltgeldes bis hin zu vermehrter Austragung von Interessenkonflikten durch Kriege. Krügers Analyse mündet in der Skizzierung verschiedener Entwicklungsszenarien von Weltwirtschaft und Weltpolitik bis zur Mitte des Jahrhunderts in einem 'Weiter so -", "Krisen-" und "Kriegsszenario".

Zeit: Freitag, dem 11. September 2026, 18 Uhr.

Ort: MEZ Berlin, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg, nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Stephan Krüger

Unternehmensberater für Belegschaften und deren Repräsentanten (Betriebsräte, Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten und Gewerkschaften), externer MItarbeiter beim "Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit (IGZA)" sowie Mitarbeiter bei der Zeitschrift "sozialismus.de".

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