Referentin: Elfriede Brüning

Lesung mit Elfriede Brüning

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Seit den zwanziger Jahren publizierte die 1910 geborene Elfriede Brüning Reportagen und literarische Arbeiten zu Problemen der berufstätigen Frauen und zur schwierigen Vereinbarkeit von Arbeit, Partnerschaft und Familie. Mit diesen, die Differenzproblematik ansprechenden Themen erreichte sie in der DDR große Leserschichten aus der ArbeiterInnenschaft, die sich zuvor kaum der Literatur zugewandt hatten. Für die Kulturbürokratie, die die Frage der Gleichberechtigung für bereits „gelöst“ erklärte, war sie suspekt und galt – als „Unterhaltungsautorin“.

Der einzige Reportagenband über asoziale Eltern und Jugendliche, über Probleme der Jugendstrafjustiz, der Jugendwerkhöfe und der Heimerziehung für famliengelöste Kinder, der in der DDR je erschien (1967), stammt von Elfried Brüning. Der Verlag Das Neue Berlin hat „Kinder ohne Eltern“ jetzt neu verlegt. Kurz vor ihrem 103. Geburtstag wird Elfriede Brüning dieses Buch selbst vorstellen und auch aus dem Buch „Kinder im Kreidekreis“ lesen, mit dem sie 1992 auf die Diskussionen um Zwangsadoption in der DDR reagiert.

Im Anschluss wird der Elfriede Brüning würdigende Film „Und außerdem werde ich hundert“ von Sabine Kebir und Wolfgang Herzog gezeigt (www.elfriede-bruening.de)

Elfriede Brüning

Schriftstellerin

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