Referent: Stefan Bollinger

Warum überlässt die Linke den Rechten die Nation?

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Die Berufung auf die Nation ist unter Linken verpönt. Kampflos überlässt man sie heute den Rechten, die als Partei AfD oder als PEGIDA-Demonstranten daraus ungehindert Kapital schlagen können.

Die Aufgabe des Kampfes um die Nation aber war schon einmal verhängnisvoll. In der Weimarer Republik waren es die Faschisten, die davon profitierten. In der Analyse der Niederlage der deutschen Arbeiterbewegung warnte daher der Generalsekretär der Komintern, Georgi Dimitroff, vor „nationalem Nihilismus“. 1935 appellierte er leidenschaftlich an die Revolutionäre, “ihren gegenwärtigen Kampf mit den nationalen Traditionen ihres Volkes in der Vergangenheit zu verknüpfen“, (…) und „alles, was in der historischen Vergangenheit der Nation wertvoll ist“, kritisch wiederzugewinnen.

Diese Lektion scheint heute vergessen. Auf die Frage, warum das so ist, will unser Referent Auskunft geben. 2009 hat er zu dem Thema im Promedia Verlag das Buch „Linke und Nation – Klassische Texte zu einer brisanten Frage“ veröffentlicht.

Zur Diskussion mit ihm laden wir herzlich ein ins

MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin - Charlottenburg,

nahe U-Bhf Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109

Kostenbeitrag: 2 € / 1 € ermäßigt

Stefan Bollinger

Politikwissenschaftler und Historiker

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