Referent: Andreas Wehr

Das Vorbild Jugoslawien - Von der Krajina zu Donezk und Lugansk

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Der Krieg um die Ukraine folgt dem Konflikt um das zerfallende Jugoslawien.

Die „westliche Wertegemeinschaft“ – wie sie sich so gern selbst bezeichnet – unterstützte Anfang der 90er Jahre mit politischen und militärischen Mitteln die sich für selbstständig erklärenden jugoslawischen Provinzen bei der Vertreibung ihrer nationalen Minderheiten. Sie hat sich damit der Beihilfe der ethnischen Säuberung schuldig gemacht. Heute steht der Westen an der Seite der Ukraine, die die russische Minderheit im Land aus etnischen Gründen entrechtet hat.

Die von den NATO-Staaten 1999 vollzogene Abtrennung des Kosovo von Serbien brach mit dem seit Ende des zweiten Weltkriegs geltenden Grundsatz, wonach es in Europa keine gewaltsamen Änderungen der Grenzen mehr geben darf. Die Bewertung der 2014 von Moskau vorgenommenen Eingliederung der ukrainischen Krim in die Russische Föderation als ersten Völkerrechtsbruch in Europa seit 1945 verschweigt daher, dass es in Wirklichkeit die westlichen Länder waren die das zuvor taten!

Darüber diskutieren wir am Freitag, dem 3. Juni 2022, um 19.00 Uhr, im MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg, nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

Kostenbeitrag: 3 Euro

Schützen Sie sich und andere, indem Sie eine Mund- und Nasenschutzmaske auch im MEZ tragen.

Andreas Wehr

Jurist, zusammen mit Marianna Schauzu Mitbegründer des Marx-Engels-Zentrums Berlin

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